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Klassismuskritik und Solidarität aus Social Justice Perspektive

Ein Workshop-Bericht von Dirk Eilers | Bildungswerkstatt Migration, Social Justice Trainer, Klassismusforscher

Kinderwelten 2018

»Klassismus betrifft alle, aber nicht alle sind davon betroffen«.

Dies war der Ausgangspunkt für unseren Workshop. Anhand von selbstreflexiven Übungen und daran anschließenden Diskussionen haben wir uns aus verschiedenen Perspektiven mit der Frage beschäftigt, welchen Einfluss unsere Klassenposition auf unser Erleben im Alltag hat. Dabei ging es nicht nur um Erfahrungen der Gegenwart, sondern auch um solche aus der Vergangenheit. Hilfreich waren hier Fragen zur Biografiearbeit, wie z.B.: »Wann habe ich das erste Mal bemerkt, dass es Menschen mit mehr oder weniger Geld gibt?«.

Im Laufe des Workshops wurde immer wieder deutlich, wie vielgestaltig die Erfahrungen beziehungsweise »Nicht-Erfahrungen« mit Klassismus sind und wie schwer es ist über Klassismus zu sprechen. In diesem Zusammenhang konnten wir feststellen, dass Worte fehlen, um über Klasse nachzudenken und wir viele Euphemismen verwenden, die es ermöglichen nicht über Klasse und Klassismus zu sprechen. Dies führte zu der Erkenntnis, wie wichtig es ist, sich »nicht in der Verwirrung auszuruhen« (Furies), sondern im kritisch-konstruktiven Dialog nach Ursachen und Auswirkungen zu suchen.

Abschließend konnten wir verschiedene Handlungsoptionen besprechen und uns insbesondere mit der Möglichkeit des »Verbündet Seins« als einer Form der praktischen Solidarität im Sinne des Social Justice beschäftigten.

Kinderwelten 2018

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